SoftBackButton Szenen voller Harmonie und mit einem Hauch von Exotik

Lex van Someren begeistert mit Abschlussveranstaltung seiner Tournee „Traumreise für die Seele“

Baden-Baden – Einen gefeierten Abschluss seiner Tournee „Traumreise für die Seele“, beging der in Baden-Baden lebende Künstler am Dienstagabend im voll besetzten Bénazetsaal des Kurhauses. Er und alle Mitwirkenden des Programms nahmen das Publikum mit auf eine Reise aus anmutigem Tanz, Gesang und Clownerie.
Mit dieser besonderen Bühnenshow erfüllte sich der holländische Künstler nach eigener Aussage zu Beginn des mehrstündigen Spektakels einen Traum. Auch möchte er damit „neue Lebenslust und Lebensfreude vermitteln“. Start der neuen Bühnenshow war im September in Bonn. Es folgten Auftritte in zahlreichen deutschen Städten, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden und Slowenien.
Someren zeigte in sich geschlossene, eindrucksvolle Szenen voller Harmonie und mit einem Hauch von Exotik. Virtuos bedient er sich dabei der universellen Sprache der Musik. Ohne große Erklärungen nimmt der Künstler die Zuschauer mit in eine Traumwelt aus berührenden Eigenkompositionen, Weltmusik, Gesängen, Poesie, Clownerien sowie perfekter Licht- und Projektionskunst.
Die 30-köpfige Formation zog alle Register der Unterhaltungskunst. Bewusst lässt man das Publikum, das auch nicht mit Applaus geizte, staunen. Die etwas andere Bühnenshow ist ein fließender Reigen, ohne scheinbaren Anfang und Ende. Keine plakative, Aufmerksamkeit heischenden Szenen bestimmten das Geschehen, sondern Fantasie fordernde Bilderkompositionen. Diese entführten in die Weite der mongolischen Steppe wie in die Welt der Derwischdrehtänzer des Orients oder mit kunstfertigem Stepptanz auf die grüne Insel Irland.
Gekonnt vereinte man dabei die Kulturen der Welt, deren Klänge von einem Chor umrahmt und von Tänzern zum Ausdruck gebracht wurden. Sphärenklänge wechselten mit den Rhythmen von Naturvölkern, fröhliche Stepptanz-Einlagen machten Platz für die fetzigen Rhythmen der japanischen O-Daiko-Trommeln und anderen Perkussionsinstrumenten.
Für heitere Kontrastpunkte sorgte Clown Lexis (Lex van Someren). Er verstand es dabei meisterhaft, mit seinen fein- und hintersinnigen humorvollen Einlagen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Entworfen wurde so ein traumwandlerisches Bühnenspektakel, an dem alle Protagonisten des Abends mit Hingabe arbeiteten. Jeder für sich formulierte seinen Part mit viel Können. Das abwechslungsreiche Programm lud dazu ein, innezuhalten und sich ganz auf die anmutigen Momente einzulassen, die die Show bereithielt.

Quelle: Badisches Tagblatt vom 30.12.2009, Autorin: Veronika Gareus-Kugel