TAO
Das Prinzip der liebevollen Wirkung der Lebenskraft
in
„Tanz und Klang der Seele“
und
im Leben
Die Methode „Tanz und Klang der Seele“ arbeitet nach den Prinzipien des inneren Wachstums und der liebenden Ausdehnung.
Wie die Blume, die durch ihre ihr innewohnende Lebenskraft die Samenkapseln sprengt, durch die Erde nach oben stößt, Blätter entfaltet, Knospen bildet, die schützenden Blätter der Knospe öffnet, um schließlich zu voller Blüte zu gelangen - so wächst der Mensch aus seiner inneren Kraft und wird in dieser Kraft unterstützt.
Das in den Körper gehen durch Tanz und Gesang weitet die Lebenskraft aus, sprengt die Fesseln (bei der Pflanze z. B. das Erdreich oder die Blätter, die noch die Blüte schützen, aber aufgedrückt werden müssen).
Tanz und Gesang geben der Lebenskraft die Impulse, der eigenen Dynamik zu folgen. Die Begleitung in den Seminaren ist darauf ausgerichtet, die Lebenskraft wahrzunehmen, zu spüren und zu unterstützen. Diese Kraft trägt in sich das vollkommene Bewusstsein. Wir erleben es immer wieder in den Seminaren, dass die körperlichen Erfahrungen ins Bewusstsein drängen und vollkommen neue Bewusstseinsdimensionen eröffnen, ohne dass ein Begleiter etwas sagen muss. Wer durch diesen Prozess geht, spürt die authentische Dynamik im Körper und im Bewusstsein.
Jetzt hat das Bewusstsein bestimmte Tricks auf Lager, die der Lebenskraft und der Liebe unbekannt sind. Wenn eine Pflanze denken würde, das Erdreich sei ihr Gegner, gegen dessen Widerstand sie emporwachsen müsse; oder dass sie immer noch nicht blühen würde, das läge an ihr selber oder an den einschränkenden Knospenblättern, die sie am Blühen hindern - diese Pflanze würde ihre Lebenskraft missachten.
Diese Art mit sich umzugehen, lernen wir in unserer Gesellschaft: Es wird genannt „Kritisch an sich arbeiten“. Hierbei schenkt man „Fehlern“ die Aufmerksamkeit und die ganze Energie. Dabei braucht man seiner Lebenskraft und seiner eigenen Dynamik keine Aufmerksamkeit schenken. Sie passiert sozusagen unbewusst, wird unterdrückt und wird dadurch jedes Mal geschwächt.
Die subtilste Ebene dieser Art ist die Kritik am Ego. Es ist quasi alles durchsetzt von Ego und es muss überall aufgespürt und bearbeitet werden. Was man sucht, wird man immer finden. Es erlaubt auch nicht, etwas Erreichtes anzuerkennen, voll auszukosten und das Leben voll zu bejahen, das Erreichte zu konsolidieren - denn der nächste Mangel, das nächste Ziel ist bereits Antrieb für die Ego-Bearbeitungs-Mühle.
Diese Anschauung ist gespeist von einem grundlegenden Misstrauen gegenüber der Lebenskraft und der Liebe. Es besteht dabei die Vorstellung, Lebenskraft und Liebe seien nicht vollkommen und vor allem nicht mit vollkommenem Bewusstsein ausgestattet. Vielmehr bedürfe es einer dauernden Kritik, dass das Leben nicht vollkommen ist, und dass man selbst nicht vollkommen ist. Das ist eine Kritik, die außerhalb der Selbstliebe steht und die Wachstumskraft sabotiert. Es wird auf jeder Wachstumsstufe davon gesprochen, was noch nicht erreicht ist.