

Alles zum Thema Mantras und Mantra Singen finden Sie hier!
Einleitung von Lex van Someren
„Seit ich 1993 meine erste CD (The Northern Light) veröffentlicht habe, war es immer meine Ausrichtung, die Zuhörer mit Musik und meinem Seelengesang in Herz und Seele zu berühren und so tiefe spirituelle Erfahrungen zu ermöglichen. Mein Sein und mein Wesen sind durchtränkt von einem zutiefst mystischen Bewusstseinserleben. Aus meinem inneren Raum der Seele entstehen die Musik und der Gesang. Ich habe immer gefühlt, dass es in diesem Leben meine Aufgabe und Berufung ist, ganz viele Menschen in unserem westlichen Kulturraum, die noch nicht auf einem spirituellen Bewusstseinsweg sind, mit Musik und Bühnenkunst, die eine tiefe seelische und spirituelle Botschaft vermitteln, zu berühren und zu inspirieren, ohne aufdringlich zu wirken und ohne zu „spirituell" oder „esoterisch" rüberzukommen. Von daher nutze ich meistens musikalische Elemente, Instrumente und Klänge, die für die Menschen in der westlichen Kultur leicht zugänglich sind. Dazu kommt, dass ich einen hohen musikalischen Qualitätsanspruch bevorzuge. Die höchste Bewusstseinsstufe zur Perfektion in der Musik ist für mich der Weg der Liebe zum Detail.
Mir geht es dabei um hörbar und sichtbar gemachte göttliche Liebe in jedem Detail.
Als ich 1999 gefragt wurde, eine erste Mantra-CD zu komponieren, war es dann auch schnell klar für mich, dass ich Mantramusik in eben jenem oben beschriebenen Sinne kreieren sollte - heilige Gesänge, die
durch ihre anspruchsvollen und interessanten musikalischen
Arrangements von einem breiten, nicht spirituell orientierten Publikum verstanden, angenommen und auch mitgesungen werden können.
So entstand die erste Mantra-CD „AUM". Mittlerweile habe ich zusammen mit meinem musikalischen Partner, Frank Steiner, 11 Mantra-CDs produziert und veröffentlicht.Ich fühle mich sehr verbunden mit vielen SängerInnen, die mit Mantras, Kirtans und Bhajans weltweit unterwegs sind, obwohl es in diesen Konzerten und Mantra-Interpretationen in den meisten Fällen einen deutlichen Unterschied in der musikalischen Gestaltung sowie den Arrangements gibt, so wie es im Fortgang dieses Artikels beschrieben wird. Die Essenz, die Ausrichtung und die Hingabe sind aber dieselbe: Musik, Gesänge und Konzerte zu kreieren, die Menschen aller Altersstufen und Lebenswege zu einer ganzheitlichen inneren Erfahrung von Liebe, Anmut und Hingabe einladen."


Die Verbindung traditioneller und europäischer Mantramusik
durch Lex van Someren
- von Bohdan Shved und Dr. Sonja Stanger
Der traditionelle Weg des Mantrasingens ist darauf ausgerichtet, durch viele Wiederholungen einfacher Texte und Phrasen den Geist zu fokussieren, zur Ruhe kommen zu lassen und damit den Menschen zu zentrieren. Dies ist vergleichbar mit einer Art Spirale ins tiefste Innere, den Herzensraum, zu dem das Mantrasingen, je nach Dauer und Intensität, zu führen vermag.
Dabei sind es genau diese Schlichtheit
sowie die Wiederholungen, die unser Tagesbewusstsein eindämmen, so dass wir im Außen von nichts mehr abgelenkt werden. Da unsere ununterbrochenen, häufig unkontrollierbaren und ungewollten Gedanken einem Elefantenrüssel gleichen, der andauernd in Bewegung ist, so lange er keine Aufgabe bekommt, fühlen wir uns häufig dieser Gedankenflut ausgeliefert. Mantras sind hier eine wundervolle Möglichkeit, aus dem Gedankenkreisen auszubrechen und den Geist zu beruhigen, wie dies auch der Elefantenwärter mit dem Stab für den Elefantenrüssel erreicht. Doch diese unmittelbare Wirkung der Mantras ist nur ein Teilaspekt. Wesentlich ist ebenso, dass bei regelmäßiger Praktizierung eine innere Ruhe einkehren kann, die uns in allen Lebenslagen unterstützen und bestärken wird.
Aus der Musiktradition heraus
kennen wir Europäer zumeist Mantras aus dem orientalischen oder asiatischen Raum als meditative Musik, welche insbesondere durch fortlaufende, monoton gesungene Rezitationen gekennzeichnet sind. Dahingegen entwickelte sich europäische Musik über viele Jahrhunderte über Vielfalt und kreative Gestaltung nach außen. Die sogenannte Variationsform westlicher Musik ist darauf ausgerichtet, durch Wiederholungen aufeinanderfolgender Varianten eines Themas immer weitere Finessen zu ergänzen, um die Faktur - sozusagen die Grundkonstruktion der Komposition weiter zu entwickeln, so dass diese im Fortgang nie exakt gleich bleibt. Dabei wird ein Thema zumeist melodisch, harmonisch, rhythmisch oder dynamisch verändert.
Wenn man diese beiden originär nahezu konträren historischen Pfade einer Komposition der Mantra-Musik miteinander vergleicht, ergibt sich zwangsläufig ein offenkundiger Widerspruch. Dieser Widerspruch ist jedoch nur scheinbar, da sich diese beiden Bewegungen nach innen und nach außen (wie nach oben und nach unten) dennoch verbinden und in eine Einheit führen lassen.
Der Weg, den Lex van Someren und sein Arrangeur Frank Steiner in der Mantramusik-Gestaltung gehen ist exakt jener, der diese beide Richtungen miteinander verbindet. Zum einem hören wir Europäer mit unserem geschulten Musiker-Ohr, dass eine stetige Entwicklung in der Komposition des Mantras von einer Wiederholung zur nächsten geschieht. Es entsteht parallel durch die vielzähligen Wiederholungen das Gefühl der Innenkehr, der tiefen Ruhe und Zentriertheit, sowie durch die musikalische Weiterentwicklung im Mantra-Song eine Aus- und Aufrichtung im Inneren - wie eine Säule, fest mit der Erde verbunden. Dies entspricht einem Gefühl, das durch das traditionelle indische und orientalische Mantrasingen ebenfalls erreicht werden kann.
Wie sind nun diese beiden Erfahrungen gleichzeitig möglich?
Offenbar liegt dieses Erleben im Auge des Betrachters beziehungsweise des Hörenden. Wenn jemand vollkommen in diese Musik eintaucht und mitsingt, erfährt derjenige den Weg nach innen. Die Betrachter von außen, die dieses Musizieren vielmehr als Konzert anhören und sich möglicherweise gar nicht in das Singen vertiefen, erleben durch die Ebene der ständigen Musikentwicklung des Mantras ebenfalls eine inspirierende Aus- und Aufrichtung, die Innen und Außen miteinander verbindet.
Das macht die Mantramusik von Lex van Someren zu einem zutiefst erfüllenden und erhabenen Erlebnis.
Die einzigartige Möglichkeit, mit Mantras beide musikalischen Wege gleichzeitig erleben zu dürfen, ist ein großes Geschenk - etwas ganz Besonderes - und somit quasi doppelter Genuss, der zu ekstatischen Höhen des Bewusstseins führen kann. Der perfekte und präzise durchdachte Einsatz musikalischer Stilmittel aus unterschiedlichsten Kultur-und Musikrichtungen versetzt die Zuhörer und Mitsingenden in eine noch höhere Schwingung, als es allein die reine Wiederholung eines Mantras im klassischen Kirtan zu erreichen vermag.
Ein Raum der Stille
Dieser Prozess wird in den Konzerten sowie den Mantra-Singabenden durch den Raum der Stille zwischen den einzelnen Mantras weiter verstärkt, so dass sich über einen gesamten Abend die Schwingung ohne jegliche Unterbrechung permanent erhöht. Dies öffnet einen unendlich großen Bewusstseinsraum, den Lex auch „Seelenraum“ nennt. Jener Raum ist der entscheidende Faktor bezüglich der möglichen Tiefe des meditativen Zustands, der mit oder durch Mantras und Mantramusik erreicht werden kann. Diese besondere Wirkweise von Mantras in Kombination mit reiner Stille ist in Ansätzen auch bei anderen Mantra-, Kirtan- und Bhajansängern zu finden, jedoch wird bei Lex van Someren's Konzerten besonderer Wert darauf gelegt, diese heilige Schwingungserhöhung nicht durch Erläuterungen oder Erzählungen zu durchbrechen.
Gleichfalls kann dieser Effekt mit Lex van Someren‘s Musik in der Meditation und inneren Arbeit genauso gut genutzt werden, wie auch im Rahmen von Yogastunden, Heilanwendungen, Massagen, Entspannungsübungen, Therapien und vielem mehr.
Lex‘ Mantra-Kompositionen und Arrangements, wie auch die Konzerte, stellen damit eine Verbindung von Einfachheit und höchstem musikalischen Anspruch, von Reinheit und Variationen, von Bhakti und Zentrierung im Innersten, von tiefster Hingabe und höchster Bewusstseinsöffnung dar.
Was sind Mantras?
In seiner ursprünglichen Form sind Mantras gesprochene, gedachte oder gesungene Verse oder Silbenfolgen. Sie können sich auch aus einem oder mehreren Wörtern zusammensetzen. Seine spirituelle Kraft und Wirkung erhält das Silben-Mantra über den spezifischen Klang und durch die Inhalt der Wörter, die immer auf dem höchsten göttlichen Bewusstsein ausgerichtet ist. Mithilfe von Wiederholungen der Klangsilben werden Schwingungen erzeugt, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.
Sanskrit ist vermutlich die älteste Sprache der Welt und wird auch als die Sprache der Götter bezeichnet (Devanagari). Von hier stammen die Ursprungsklänge, die beim Singen oder Sprechen, ja sogar in der Stille energetische Schwingungen auslösen.
Das sogenannte Sanskrit-Mantra ist männlich, müsste demzufolge also der Sanskrit-Mantra heißen. Im Deutschen wurde der Begriff jedoch auf das sächliche Geschlecht also auf das Neutrum angepasst.
„Man-tra" setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen. Der erste Teil „man" steht für Denken, der zweite Teil „tra" für Befreien, Beschützen. Aus dieser Übersetzung heraus ergibt sich auch schon das Ziel eines Mantra-Verses. Er soll dabei helfen, sich vom bewusstseinsbehafteten und konditionierten Denken zu befreien und stattdessen in heilsame sowie freudvolle, tief spirituelle und harmonische Erfahrungen einzutauchen. Insofern eignen sich auch Affirmationen, Afformationen, Leitsprüche, Gebete oder Glaubenssätze als Mantren.
Die Klangebene, auf der die Wortsilben wiedergegeben werden, spielt eine große Rolle für deren hilfreiche Wirkung. Mantra-Texte können sowohl gedacht als auch laut rezitiert (Japa) oder gesungen (Chanten) werden. Die Verse finden ebenso in der Meditation Anwendung.
Wo liegt der Mantra-Ursprung?
Bevor sich aus den Urklängen des Sanskrit Mantra-Silben entwickelten, zogen die Völker in Tibet, Indien und der Mongolei bereits mystische Kräfte und Energien aus gleichmäßigen Gesängen und dem rhythmischen Klang von Trommeln. Sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus spielten Mantra-Gesänge schon vor Jahrtausenden eine zentrale Rolle. Sie dienten dazu, sich mit dem Göttlichen und Universellen zu verbinden. Die heiligen Klangschwingungen wurden von Rishis (weise Seher) empfangen und an ihre Schüler weitergegeben. So haben die einstigen Mantra-Texte von Generation zu Generation überlebt und existieren heute noch in ihrer Grundform. In Deutschland wurden sie in den Siebzigern populär und haben sich seither zu einer festen Größe in der deutschen, spirituellen Szene etabliert.
Welche Wirkungen haben Mantras auf Körper, Geist & Seele?
Mantras lasse sich gut mit dem Aufbau eines Seiles vergleichen. Aus einem Wort, Gesang oder einer einzelnen Schwingung entsteht ein dünner Faden. Dieser hat noch keinerlei Tragkraft und würde bei Zug sofort zerreißen. Verbinden sich Tausende dieser Fäden, indem das Wort beim Mantra-singen oder in der Rezitation wiederholt wird, entstehen nach und nach stabilere Verbindungen. Über Wochen oder Monate angewandte Mantra-Verse bilden so mächtige Seilverbindungen, die sich schwer wieder lösen lassen.
Sie profitieren auf allen Ebenen Ihres psychischen und physischen Daseins. Durch Mantra-Singen oder Mantra-Sprechen verankern Sie Kernbotschaften fest in Ihrem Unterbewusstsein. Ihr Körper entspannt sich, Ihre Seele öffnet sich, Ihre geistigen Kräfte weiten sich. Die Energiezentren in Ihnen, auch Chakren genannt, werden aktiviert, sodass die Energie frei fließen kann. Sie sind in der Lage, negative Gefühle und Gedanken loszuwerden und durch positive zu ersetzen, sich innerlich stabiler und befreiter zu fühlen. Sie werden spüren, dass Sie Ihre Wünsche und Ziele leichter umsetzen können. Ruhe, Frieden, Glück und ein tiefes Mitgefühl für sich selbst und für andere lässt sich durch Mantren ebenso erreichen. Tauchen Sie ab aus dem Alltag und geben Sie sich der kosmischen Energie hin, die Sie während der Mantra-Meditation durchströmt. Diese hält umso länger und wirkt umso nachhaltiger, je regelmäßiger Sie das Mantra anwenden.
Mantra-Arten und ihre traditionelle Bedeutung
Die Vielzahl der Mantras ist kaum abzuschätzen. Mitunter ist die Rede von etwa 70 Millionen unterschiedlicher Mantra-Versen. Während Sanskrit als die ursprüngliche Mantra-Sprache gilt, gibt es inzwischen Texte in lateinisch, hebräisch, arabisch, griechisch und auch Panjabi. Dabei hat jede Mantra-Silbe ihre eigene Bedeutung, Wirkweise und ihren eigenen Klang.
Klassisch wird die Mantra Theorie in sechs Aspekte gegliedert:
1.Rishi
Das sind die sieben hinduistischen Weisen oder auch Seher, denen das Ur-Mantra auf der Suche nach den essentiellen Fragen des Lebens offenbart wurde. Sie meditierten durch Gebete und Gesänge, gelangten auf diese Weise in eine höhere Bewusstseinsebene. Dort empfingen sie die Antworten auf ihre Fragestellungen, die sie an ihre Schüler weitergaben:
• Wer bin ich?
• Wo komme ich her?
• Wo gehe ich hin?
2. Matra
Der unverwechselbare Klang des Mantras, der sich, anders als die Sprache, nicht verändert. Mantra-Klänge sind also heute noch die Gleichen wie vor Tausenden von Jahren und werden damals wie heute durch Denken, Sprechen, Singen, Flüstern mit Energie gefüllt und zum Leben erweckt.
3. Bija
...ist die Essenz oder der Samen, der durch die Keimsilben-Mantras in die Erleuchtung und zur höheren Schwingung führt. Die bedeutungsvollste Keimsilbe im Hinduismus ist das „Om".
4. Ishta Devata
...beschreibt die Art und Weise, auf die durch den Mantra-Vers zur höheren Wirklichkeit hin zum Göttlichen geführt wird.
5. Shakti
...hierunter versteht man die Energie, die durch den Mantra-Klang hervorgerufen wird.
6. Kilaka
...heißt übersetzt der Pfropfen. Er gilt als Verschließen der Mantra-Energie und konserviert diese für einen späteren Zeitpunkt, wenn sie gebraucht wird.
Es unterscheiden sich Nigurna-Mantras (ohne-Form-Mantras) und Saguna-Mantras (mit-Form-Mantras). Form steht hier für einen konkreten Bezug. Während Nigurna-Mantras sich ausschließlich auf das reine Selbst beziehen, nennt man Saguna-Mantras auch Ishta-Mantras oder Gottheiten-Mantras.
Zwei traditionelle Vertreter der Nigurna-Mantras sind „Om" und „Soham".
Saguna-Mantras beziehen sich auf verschiedene Gottheiten und vereinen entweder männliche oder weibliche Aspekte. Meist ist die Doppelsilbe Namah integiriert und bedeutet "Ehrerbietung an", "Verneigung" oder "Gruß an".
Männliche Gottheiten-Mantras und ihre Kurzbedeutung:
Shiva - Om Namah Shivaya – Liebes-Mantra, Güte-Mantra • Vishnu - Om Namo Narayanaya – Kraft-Mantra für Gerechtigkeit und Barmherzigkeit • Ram – Om Sri Ramayah Namah – Freude-Mantra • Krishna – Om Namo Bhagavate Vasudevaya – Licht-Mantra für Heiterkeit • Ganesha – Om Gam Ganapataye Namaha – Weisheits-Mantra für höhere Erkenntnis • Hanuman – Om Shri Hanumate Namaha – Glaubens-Mantra für selbstloses Dienen
Weibliche Gottheiten-Mantras und ihre Kurzbedeutung:
Durga – Om Sri Durgayai Namah – Schutz-Mantra für Mütterlichkeit • Saraswati – Om Aim Saraswatayi Namah – Kunst-Mantra, das die Kreativität verstärkt • Lakshmi – Om Sri Maha Lakshmyai Namah – Fülle-Mantra für Reichtum und Schönheit • Kali – Om Sri Mahakalikayai Namah – Hingabe-Mantra
Was bedeutet das Mantra OM?
Om ist das Ur-Mantra, die Ur-Keimsilbe überhaupt. Es bedeutet kosmischer Klang und gehört zu den Nigurna-Mantras. Es bezieht sich also für sich genommen nur auf sich selbst, auf nichts sonst. Durch dessen Wiederholung beginnt Energie im Körper von unten nach oben zu fließen. Wärme, Harmonie und absolute innere Ruhe breiten sich aus.
Eigentlich besteht die Mantra-Silbe aus den drei Buchstaben A, U und M, die eine Dreiheit bilden und sogar noch einem vierten Teil, der sich anschließenden Stille. Für die Buchstabenfolge gibt es mehrere Übersetzungen bzw. Bedeutungen. Die Bekannteste davon ist wohl, dass das A für die Vergangenheit steht, das U für die Gegenwart und das M entsprechend für die Zukunft. Die Stille nach den Klanglauten symbolisiert die Ewigkeit. Eine freiere Interpretation für AUM ist: Alles, was war, ist und sein wird.
Sie möchten die Wirkweise von Om gern selbst ausprobieren?
Legen Sie dazu die rechte Hand auf Ihr Herz (Herzchakra), die linke Hand liegt auf dem höchsten Punkt Ihres Kopfes (Kronenchakra). Nun singen Sie nacheinander langsam in mittlerem Ton die Buchstaben A U M oder Om. Spüren Sie die Vibration, die Schwingung, die in Ihnen nach oben strahlt? Nun wissen Sie, warum dieses kraftvolle Ur-Mantra Bestandteil so vieler Mantra-Verse ist.
Was symbolisieren die Mantra-Silben Soham und Satnam?
Soham oder So Ham ist ebenfalls ein Doppelsilbenmantra aus der Gruppe der Nigurna-Mantras. Die Übersetzung hierfür lautet „Ich bin das (Selbst)". Soham können Sie mit dem Atem verbinden. Atmen Sie auf „So" ein und auf „ham" langsam aus. So fällt es Ihnen leichter, sich auf den gegenwärtigen Augenblick zu konzentrieren und sich vollkommen zu fühlen, so wie Sie sind.
Satnam oder Sat Nam ist ein kraftvolles Kundalini Mantra zur Wahrheitsfindung. Während Sat das Sein ausdrückt, steht Nam für die Wahrheit. Gesungen wirken die Silben „Sat Nam - Ich bin Wahrheit" besonders stark auf Ihr inneres, echtes, unverfälschtes Wesen.
Beide Mantras können nicht nur in langgezogenen Wiederholungssequenzen angewandt werden, sondern Sie können sie sich auch tagsüber immer wieder ins Gedächtnis rufen. Sie sollten jedoch in diesem Moment nicht abgelenkt, sondern mit ganzer Aufmerksamkeit bei sich selbst sein.
Die Bedeutung des Gayatri-Mantra
Das Gayatri-Mantra wird auch als „Mutter der Veden" (heilige Schrift) bezeichnet und ist das bedeutsamste Gebet im Hinduismus. Es wendet sich an keine Gottheit, sondern an das Licht, an die Sonne tief in uns selbst. Im Gayatri Mantra, das aus nicht weniger als 24 Silben besteht, wird um Erleuchtung gebeten. Da dies für Hindus essentiell ist, sprechen viele Anhänger des Hinduismus diese Verse täglich.
Besteht zwischen Mantra und Yoga eine Verbindung?
Ja, denn beide haben dasselbe Ziel. Körperliche, geistige und seelische Komponenten sollen sich öffnen und Blockaden gelöst werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass beide auf wunderbare Weise miteinander harmonieren. Dieses Wissen geht bereits auf eine lange Tradition zurück. Das Yoga-Mantra ist ein grundlegender Bestandteil der Jahrhunderte alten Yoga-Praxis. Während die Übungen konzentriert und ruhig ausgeführt werden, verstärkt das gedachte, gesprochene oder gesungene Mantra deren Wirkung zusätzlich. Mit dieser Verbindung gelingt es leicht, den Alltag auszuschalten, die energetische Schwingung zu spüren und Herz und Hirn frei zu machen.
Traditionell beginnt und endet die Yoga-Stunde mit dem Ur-Mantra „Om". Das verschafft einerseits Zugang zu den spirituellen Erfahrungen, die Yoga bereithält und zeigt gleichzeitig die Dankbarkeit für die Traditionen alter Meditations Gurus.
Mantras Singen lernen: Wie geht das?
Eine Methode, ein Mantra zu üben und zu wiederholen, besteht darin, es zu singen. Das nennt man auch Chanten. Durch das Singen der Mantra-Silben in einer gleichförmigen, immer wiederkehrenden Melodie verstärkt sich deren entspannende und befreiende Wirkung. Ihr Körper wird ruhig und fokussiert. Sollte sich der Effekt nicht gleich beim ersten Versuch einstellen, geben Sie sich die Zeit, die Ihr Körper und Ihre Seele brauchen, um sich an den Klang zu gewöhnen. Geben Sie sich dem Mantra-Gesang hin. Sie werden sicher schon recht bald Erfolge verzeichnen können, doch es braucht eine ganze Weile, bis dieser nachhaltig ist und sich nicht gleich wieder auflöst. Je länger Sie die Mantra-Übung anwenden, umso tiefergehender und dauerhafter wird die Wirkung sein. Für Anfänger und Fortgeschrittene empfiehlt sich auch ein gemeinsames Mantrasingen in einem Kurs um die Einheit, Verbundenheit und den Einklang von Körper, Geist und Seele bewusst zu erleben.
Was bedeutet die Mantra Meditation?
In der Mantra-Meditation geht es darum, alles loszulassen, an dem wir festhalten und uns daran hindern, unser volles Potenzial als Mensch auszuschöpfen. Während Sie meditieren, fließen die Energien störungsfrei durch Ihren Körper und aktivieren Ihre Chakren. Meditierende bedienen sich dabei unterschiedlicher Methoden, um in den Zustand der totalen Entspannung zu gelangen.
Dem einen Menschen hilft es, sich Naturklänge wie Meeresrauschen anzuhören. Ein Anderer schwört auf geführte Meditationssitzungen, bei denen Visualisierungen im Vordergrund stehen. Wird ein rezitiertes oder gesungenes Mantra in eine Meditation eingebettet, spricht man von der Mantra-Meditation. Die Entspannung vertieft sich durch die gleichförmige, gebetsartige Sprech- und Singweise um ein Vielfaches. Auch hier ist „Om" ein zentrales Element, wenn es darum geht, sich bis in die höheren Sphären des Überbewusstseins (Höheres Bewusstsein) zu transformieren. Zudem werden alle sieben Chakren (Energiezentren) im Körper angesprochen.
Wie hilft mir ein Mantra-Spruch bei der Meditationspraxis und wie wende ich ihn an?
Wenn es Ihnen bislang schwerfiel, sich beim Meditieren zu konzentrieren und die Gedanken nicht abschweifen zu lassen, dann ist die Mantra-Meditation vielleicht genau das Richtige für Sie. Das Mantra gibt Ihrem Geist die Möglichkeit, sich zu beschäftigen, aber gleichzeitig im Hier und Jetzt zu bleiben und nicht abzudriften. So können Sie tief ins Meditieren eintauchen und das Energiefeld wahrnehmen, das Sie umgibt.
Suchen Sie sich einen Mantra-Text aus. Das kann entweder ein Traditions-Mantra aus dem Sanskrit sein oder Sie wählen Ihr eigenes persönliches Mantra aus, welches Sie für sich entdeckt haben. Suchen Sie sich einen Ort aus, an dem Sie sich wohlfühlen und wo Sie ungestört sind. Sie können die Meditation im Liegen oder Sitzen ausführen. Am besten eignet sich jedoch der sogenannte Schneidersitz mit gekreuzten Beinen und geradem Rücken. Atmen Sie langsam ein und wieder aus. Beobachten Sie Ihren Atem, aber kontrollieren Sie ihn nicht. Er muss frei fließen können.
Sobald Sie sich ruhig und fokussiert fühlen, beginnen Sie mit Ihrem Meditations-Mantra. Singen oder sprechen Sie es, wenn Sie mögen, können Sie es auch nur denken oder leise vor sich hinmurmeln. Das "Wie" ist zweitrangig. Wichtig und entscheidend ist lediglich, dass Sie Ihre volle Aufmerksamkeit auf das hier und jetzt richten. Zum Schluss atmen Sie noch einmal ganz bewusst ein und aus und beenden die Meditation mit einem Dankeschön an alles, was in Ihrem Leben ist. So kehren Sie erfrischt, gestärkt und energiegeladen in den Alltag zurück.
Die Geheimnisse der Urklänge und mystischen Energien
Eine ausführliche Erklärung über Mantras
Mantras erinnern uns an die ursprüngliche Absicht unserer Seele und geben unsere Seele einen Fokus inmitten der Ablenkungen der äußeren Welt. Sie haben eine Schwingung der Ermächtigung, die unsere Seele an ihr fundamentales Selbst, Reinheit, Wohlstand und Gnade erinnern. Und so geben Mantras uns Schutz gegen niedrige Schwingungen im Innen und Aussen.
Beim Chanten (Singen, Rezitieren) entstehen spezifische Gedanken(energie)muster im Geist, die positiv, beruhigend und unterstützend sind. Das Bewusstsein wird gereinigt, so dass wir unser wahres Selbst erkennen können. Auch auf körperlicher Ebene (Organe, Zellen) wirken die Mantren entspannend und/oder energetisierend. Zudem können Gifte ausgeschieden ggf. sogar neutralisiert werden, und auch auf das Nervensystem haben sie eine entspannende Wirkung. Auf emotionaler Ebene sorgen die Schwingungen der Mantras dafür, dass Ärger, Gier, Hass und Eifersucht aufgelöst werden und Liebe, Freude und Frieden den freigewordenen Raum einnehmen können.
Im Hinduismus und Buddhismus ist das Rezitieren von Mantras während der Meditation und im Gebet üblich sowie im Yoga auch während der Übungspraxis.











.jpg)















.jpg)









